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Über die Travestie

Travestie als Kunstform
Eines ist ganz klar zu sagen: Der Begriff  „Travestie“ gehört zu den am meisten missverstandenen Wörtern der deutschen Sprache. Wenn man im Duden nachschlägt, um zu erfahren, was das Wort „Travestie“ bedeutet, ist schnell ersichtlich, dass dieses Wort aus der Literaturwissenschaft kommt und für das Komisch- Satirische steht – eine literarische Gattung, die bekannte Stoffe aus der Dichtung ins Lächerliche zieht, indem sie sie in eine ihnen nicht angemessene Form überträgt.
Dass Männer seit jeher Frauenrollen in Theaterstücken übernommen haben, wollen wir in diesem Zusammenhang einmal ganz ausser Acht lassen, denn für diese „Kunstform“ wurde nie das Wort Travestie verwendet. Nimmt man also die ursprüngliche Bedeutung, liegt man gar nicht so falsch, wenn man sich unter einem Travestiekünstler einen Mann vorstellt, der in ziemlich überdrehter Art und Weise Frauenrollen verkörpert.

TRAVESTIE IST UNTER ANDEREM AUCH GESCHMACKSACHE
Dieses Allgemeinbild hat sich jedoch zum Glück in den letzten Jahren verändert, auch wenn viele der Kunst der Travestie immer noch kritisch gegenüberstehen. Travestie ist unter anderem auch Geschmacksache, wichtig ist jedoch, nicht alle Künstler über einen Kamm zu scheren, die Vielfalt der Auslegung zu erkennen und zu begreifen, dass es die unterschiedlichsten Darsteller und Richtungen gibt.
Es hat viele Jahre gedauert, bis sich die Travestie zu einer Kunstform entwickeln konnte, die sich nicht nur in dunklen Bars und hinter geheimen Türen präsentieren konnte.

VIELE TRAVESTIEKÜNSTLER SIND TOPSTARS
Beim Schreiben dieses Artikels stellt sich mir, Chris Kolonko, auch schnell die Frage, ob man die Travestiekünstler der heutigen Zeit überhaupt als Travestiekünstler bezeichnen darf oder soll. Längst haben sich Künstler aus dieser Szene zu Topstars hochgearbeitet, mit denen andere Unterhaltungsstars aus dem Showbereich nicht immer mithalten können. Und nicht selten benutzen diese Künstler als Erklärung für das, was sie auf der Bühne darbieten, Worte wie „Entertainer“ oder „Verwandlungskünstler“.

MARY UND GORDY, DAS WAR TRAVESTIE FÜR DIE GANZE FAMILIE
Die grössten Travestiestars im deutschsprachigen Raum waren mit Sicherheit Mary und Gordy. Wie die Fliegen klebten die deutschen Fernsehzuschauer damals an den Bildschirmen, um sich über die beiden geschminkten Männer in Frauenkleidern, die doch tatsächlich aussahen wie Frauen, zu amüsieren. Und hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass sie vielleicht auch noch „andersrum“ sein könnten. Genau das, was sich Lieschen Müller nie getraut hat anzuschauen, kam auf einmal über den Bildschirm ins Wohnzimmer geflimmert. Und mit Sicherheit behielt sie es am Anfang auch für sich, was sie da gesehen hatte, bis jemand anderer ihr erzählte, dass da was ganz Verrücktes im Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Die Travestie wurde plötzlich gesellschaftsfähig oder besser gesagt, für alle Lieschen Müllers, wohnzimmertauglich: eine Show mit Verwandlung, mit vielen Lachern – denn was da gesagt wurde, durfte sonst von niemandem im Fernsehen gesagt werden – ein wenig anrüchig und in Kostümen, wie man sie sonst vielleicht nur im „Lido de Paris“ zu sehen bekam. Mary und Gordy, das war Travestie für die ganze Familie.
Das ist eine Rezeptur für eine Show, die bis heute funktioniert! Nach dem Tod des Bühnenpartners Gordy allein, stieg Travestiekünstler „Mary“ in einer unglaublichen Perfektion einer Bühnenshow auf wie eine Sternschnuppe, um Abend für Abend zu zeigen, wie der glitzernde Stern am Bühnenhimmel zum grauen Meteoriten mutierte, indem zum Lied „My Way“ das Make-Up fiel. Mary gehört zu den grössten Showstars, die der deutsche Markt je herausgebracht hat und ist in der heutigen Zeit mit Helene Fischer und ihren Shows zu vergleichen.

CONCHITA WURST
Warum drängt sich mir genau in diesem Moment des Schreibens der Name Conchita Wurst auf?
Haben wir es nicht auch hier mit diesem Phänomen zu tun, dass die Faszination und die Provokation eines geschminkten Mannes auf der Bühne die Zuschauer wachrüttelt und aus dem Sumpf der heutigen Unterhaltungsstruktur holt?
Was Conchita Wurst mit ihrem Auftritt bei einem der grössten Gesangswettbewerbe der Welt erreicht hat, basiert im Prinzip auf der gleichen Sensationslust des Publikums wie damals bei Mary und Gordy – und damit habe ich die beiden in diesem Artikel garantiert auch zum letzten Mal erwähnt, denn es muss auch Platz geben für die Travestiekünstler von heute.

Eine Illusion, mal skurril, mal sexy, mal bäuerlich oder elegant
Das Phänomen an der Kunst der Travestie ist mit Sicherheit auch die Tatsache, dass der Zuschauer etwas sieht, was nicht wirklich existiert. Man weiss dies und akzeptiert diese Illusion trotzdem – eine Illusion, die mal skurril, sexy, bäuerlich oder elegant erscheint. Und eines darf diese Illusion immer: frecher sein im Wortwitz als jede echte Frau, als jeder andere Entertaineroder, Moderator. Manchmal vielleicht sogar ziemlich unter der Gürtellinie, was dem guten Ruf der Travestie nicht unbedingt zuträglich ist. Dennoch gibt es aber sagenhafte Darsteller dieser Kunst, die sich heute im Showbusiness behaupten

„STAR TREFF FOLLIES“ IN KÖLN
Da gibt es die grossen Revuen wie die der „Star Treff Follies“ in Köln, die in ihrem eigenen, kleinen Theater die Travestie mit einem über Wochen ausverkauftem Haus am Leben erhalten. Es gibt kleinere und grössere Tourneegruppen, die sämtliche
Stadthallen bespielen und besonders in kleinen Städten in den neuen Bundesländern die Menschen ins Theater locken. Es gibt Cabarets wie das „Pulverfass“ in Hamburg, die dem Namen der bunten und doch ziemlichen derben Art der Travestie gerecht werden, und auch in Varieté-Theatern, aus denen die Travestie für lange Zeit verbannt schien, ist Travestie wieder als willkommene Abwechslung zu sehen.
Mehr noch: Da sich der Unterhaltungsmarkt, was Shows angeht, in den letzten Jahren immer mehr auch auf schwimmende Luxushotels in Form von Kreuzfahrtschiffen ausgebreitet hat, ist auch hier auf die Kunst der Travestie nicht mehr zu verzichten.

TRAVESTIE IM EVENTBEREICH
Selbst im Eventbereich ist die Kunst der Verwandlung bei einer Abendgala als besondere Abwechslung viel gebucht. Einige vielseitige Künstler haben sich hier auf Themen-bezogene Shows, die dem Publikum angepasst sind, spezialisiert.
Welcher Sänger kann das schon? In einer Travestieshow ist alles möglich – da darf für die Oma beim Familienfest Nana Mouskouri auftreten, für die Gäste mittleren Alters gibt es Cher und Tina Turner, und für die Jüngeren darf es dann etwas Lady Gaga sein. Am Ende haben alle gemeinsam Spass und der Wortwitz des schlagfertigen Künstlers ist das Sahnehäubchen obendrauf.

DER BART ALLEIN FÜHRTE NICHT ZUM ERFOLG
Allerdings sollte man nicht denken, dass mit der Travestie immer die Imitation von Künstlern gemeint ist. Es reicht heute längst nicht mehr aus, den Mund zu einem Playback zu bewegen – der heutige Markt verlangt mehr. Das Phänomen allein, dass ein Mann in Frauenkleidern auftritt, ist nicht mehr die gleiche Sensation wie vor dreissig Jahren. Da müsste man sich dann schon einen Bart ins geschminkte Gesicht wachsen lassen um den Zuschauer mit dieser Tatsache allein zu begeistern.
Doch um noch einmal auf Conchita Wurst zu sprechen zu kommen:
Der Bart allein führte nicht zum Erfolg – es war die Qualität der Darbietung, die am Ende dafür sorgte, dass aus einer Provokation ein Megaerfolg wurde.

ANSPRUCH IST GROSS
Der Anspruch an einen erfolgreichen Vertreter der Travestie ist in der heutigen Zeit gross. Bei einem Engagement auf einem Kreuzfahrtschiff wird beispielsweise erwartet, dass der Künstler mit einer Live-Band als Begleitung arbeiten kann.
Er muss eine Show konzipieren können, in der er nicht alle fünf Minuten die Bühne verlässt um sich umzuziehen. Die Verwandlung muss perfekt sowie familienfreundlich sein. Und da es sich Abend für Abend um das gleiche Publikum handelt, werden bis zu drei Soloabende mit rund 60 Minuten erwartet – ein Vorteil für die Künstler, denen es beispielsweise gelingt, einen Abend als Showgirl, einen Abend als Marlene Dietrich in ihren grössten Rollen und einen Abend vielleicht noch als ein Part des Comedy Duos „Herta & Berta“ auf die Bühne zu zaubern.
Eine ganze Menge Arbeit, wenn man überlegt dass Kostüme gepflegt, Perücken frisiert und das Ganze auch noch im Flugzeug transportabel sein soll. 

DRAG QUEENS
Viele der heutigen Travestiekünstler haben auch mit dem Phänomen zu tun, dass sie als „Drag Queens“ bezeichnet werden. Dieser Begriff ist aus den USA zu uns herüber geschwappt. Dort gab es für Travestie ursprünglich zwei Begriffe: Verwandlungskünstler, die berühmte Künstlerinnen parodierten, bezeichnete man zunächst als „Female Impersonater“ – die schrillen, bunten Vögel, die als Hostessen bei Parties und Clubveranstaltungen arbeiteten, waren die früheren „Drag Queens“.
Aber auch hier haben wir einen Begriff, der sich durch den Erfolg einzelner Künstler gewandelt hat. Der heute als „Drag Queen“ bezeichnete Künstler in den USA ist ein Artist, der wortgewaltiges Kabarett von der Bühne donnert und mitunter mit dem Bekanntheitsgrad von Popstars mithalten kann. Als bestes Beispiel ist hier wohl RuPaul zu nennen, der nicht nur die amerikanischen Charts gestürmt hat, sondern heute mit „Rupauls Drag Race“, ein Fernsehformat, eine Casting-Show moderiert,
in der Drag Queens gegeneinander antreten wie bei DSDS oder Heidi Klums „GNTM“ und die Macher der Show mit hohen Einschaltquoten belohnt. Sein Motto: „You’re born naked and the rest is drag.“

TRAVESTIE UND TRANSVESTIE HABEN NICHTS MITEINANDER ZU TUN
Egal, wie man die Kunst der Verwandlung, der Travestie auch bezeichnen mag, eines sollte man nie verwechseln: Travestie und Transvestie haben nichts miteinander zu tun. Transvestie ist eine Veranlagung eines Menschen, der dann als Transgender bezeichnet wird, ein Mensch, der sich in den falschen Körper geboren fühlt. Ein Transgender lebt, sofern ihm das möglich ist, auch als der Mensch, als der er sich fühlt, also ein Mann beispielsweise als Frau und umgekehrt.
Ein Travestiekünstler oder eine Drag Queen sieht sich als Schauspieler, er legt die Rolle nach der Vorstellung oder seinem Auftritt ab und ist wieder ein Mann.
Und genau hier liegt das Geheimnis der Travestiekünstler:
Es ist diese Illusion, der wir uns hingeben können, etwas Schönes zu bestaunen, zu lachen und zu weinen, vielleicht sogar, sich ein wenig in diese Illusion zu verlieben bis zu dem Moment, im dem sie sich auflöst wie eine Sternschnuppe.
Und so ist die Travestie das, was sie immer sein wird und wie sie auch schon von Mary und Gordy so wunderbar besungen wurde:

„Meistens ist gar nichts dahinter,
alles nur Schwindel und Schein,
doch man merkt‘s und ist still,
weil man sich dran freuen will
an dem bisschen schönen Schein.“ 

Nachweis und Bericht über die Travestie

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